Energiesicherheit dreht sich heute längst nicht mehr nur um Öl und Gas. Im Zentrum steht zunehmend die Kontrolle über jene Rohstoffe, welche die Energiewende ermöglichen sollen: zum Beispiel Lithium, in dessen Wertschöpfungskette China eine bedeutende Rolle spielt. Ein Blick auf die Lithiumproduktion in Chile macht die komplexe Dynamik und die geopolitischen Abhängigkeiten deutlich.
Am 28. November lud das Swiss Institute for Global Affairs (SIGA) zu einem gesellschaftlichen Diskurs im neuen Zentrum für Sicherheits- und Geopolitik in Zofingen ein. In einer offenen Debatte diskutierten vier Expertinnen und Experten mit der Bevölkerung über das Thema Kriegswirtschaft und wie die Schweiz in diesem Thema positioniert ist.
Im tibetischen Hochplateau entspringen grosse Flüsse wie der Ganges, der Indus, Brahmaputra und der Mekong. Die Region ist das Wasserschloss Asiens. Dies erhöht das Konfliktpotential in der bereits umstrittenen sino-indischen Grenzregion. China verfügt in dieser Weltregion damit faktisch über die Macht der Verteilung des Wassers. Bei der Zunahme der geopolitischen Spannungen wird die Kontrolle über Wasser zu einem lebenswichtigen Vektor.
Seit der industriellen Revolution stieg der Verbrauch an Rohstoffen rasant an. Auch der Energiebedarf ist angewachsen und er wird weiter zunehmen, da insbesondere Digitalisierung und Dekarbonisierung immer mehr Energie benötigen. Es stellt sich die Frage, welche Auswirkungen diese Trends auf den Rohstoffbedarf und damit auf die Versorgungsicherheit haben werden. Es gilt zu antizipieren, um strategisch vorsorgen zu können.