Genau 1418 Tage waren es am 11. Januar seit dem grossflächigen Einmarsch Russlands in der Ukraine. Und damit genauso viele wie im Grossen Vaterländischen Krieg, wie der Zweite Weltkrieg in Russland genannt wird. Für Wladimir Putin ist dies sehr delikat, hat er selber doch die Bedeutung dieses früheren Krieges in den vergangenen Jahren massiv überhöht und immer wieder auch als Referenzpunkt für die neuerliche Invasion verwendet.
Polen soll, zusammen mit drei weiteren europäischen Ländern, aus der EU gerissen werden. So wohl der geheime Plan der USA, über den im Zusammenhang mit der neuen Nationalen Sicherheitsstrategie berichtet wurde. Während dies in Ungarn und Österreich mit der direkten Unterstützung von EU-kritischen Parteien geschehen wird, liegt der Fall in Polen anders: Dort sitzt mit dem neugewählten Präsidenten bereits ein trojanisches Pferd mitten im Machtzentrum.
Am 28. November lud das Swiss Institute for Global Affairs (SIGA) zu einem gesellschaftlichen Diskurs im neuen Zentrum für Sicherheits- und Geopolitik in Zofingen ein. In einer offenen Debatte diskutierten vier Expertinnen und Experten mit der Bevölkerung über das Thema Kriegswirtschaft und wie die Schweiz in diesem Thema positioniert ist.
Der Krieg in der Ukraine hat sich zu einem Abnützungskrieg gewandelt. Solche Kriege bedürfen einer robusten Kriegswirtschaft. Sie werden in der Regel von der Partei gewonnen, die in der Lage ist, neue, wettbewerbsfähig ausgebildete Kräfte und die dafür erforderlichen Waffen zu produzieren und zu unterhalten. Es geht darum, eine nachhaltige Kriegswirtschaft, die Mobilisierung von Personal sowie die Nachschubwege sicherzustellen.
Narendra Modi ist der erste indische Premierminister, der die Ukraine besucht. Das ist nicht nur historisch, sondern im Westen wittert man Morgenluft für eine Kehrtwende in der Aussenpolitik Neu-Delhis. Die Lage ist aber vertrackter.
Der Krieg in der Ukraine führt uns seit bald fünf Monaten vor Augen, dass kinetische und territorial geführte Konflikte nach wie vor Realität sind. Der klassisch militärische Angriff durch Russland hat aber geopolitisch weit mehr Implikationen als vordergründig sichtbar. Letztlich ist der Krieg in diesem Kontext als Provokation und Herausforderung des westlichen Wertesystems durch andere Weltregionen und Ordnungsvorstellungen zu lesen.
Der Krieg in der Ukraine kostet tausende Leben und traumatisiert Menschen. Aus geostrategischer Sicht ist dieser Krieg aber ein Lackmustest (Prüfstein) für langfristige tektonische Machtverschiebungen in Richtung Asien. Das Swiss Instiute for Global Affairs (SIGA) kommentiert die aktuellen militärischen Entwicklungen in der Ukraine, Francis Fukayamas Thesen in der NZZ und das Fallbeispiel China.
Seit drei Tagen erleben wir traurigerweise, wie Machtpolitik und militärische Machtprojektionen nach wie vor Realität sind in der Weltpolitik. Russlands Einmarsch in die Ukraine hat geostrategische Konsequenzen. Eine Auslegeordnung des Swiss Institute for Global Affairs (SIGA):