Rückblick


Yuri's Night im Verkehrshaus der Schweiz

Open debate: Mars-Kolonisierung

Freitag, 12. April 2019, 20:15 Uhr

 

Moderation: Mäth Gerber

Live-Visualisierung: Patrick Stahel

 

- Prof. Dr. Oliver Ullrich, Weltraummedizin, UZH

- Oliver Botta, Wissenschaftlicher Berater (Trägerraketen und Weltraumexploration), Abteilung Raumfahrt SBFI

- Martin Gasser, Geologe, 4th Planet Logistics

- Prof. Dr. Marcel Egli, Biotechnologie HSLU

 

An der Yuri’s Night wird jedes Jahr am 12. April an verschiedenen internationalen Veranstaltungen den Errungenschaften der Menschheit in der Weltraumforschung gedacht. Die Veranstaltung ist benannt nach dem ersten Menschen im Weltraum, Yuri Gagarin, welcher mit dem Raumschiff Wostok 1 am 12. April 1961 ins All vorgestossen ist.

Zusammen mit verschiedenen Partnern nimmt das Verkehrshaus an der diesjährigen Gedenkveranstaltung Yuri’s Night 2019 teil mit dem Thema «Kolonisierung Mars». Ist dies möglich? Wenn ja, in welchem Zeithorizont? Ist das überhaupt nötig? Im Rahmen der Referate und der Debatte soll unter Einbezug der Wissenschaft, der Wirtschaft und der Gesellschaft eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema ermöglicht werden und dabei zeigen, wohin die technologische Entwicklung und die Reise gehen kann.



Neue Seidenstrasse China

Referat am Lilienberg Unternehmerforum

 

Machtpolitik anders lesen – am Beispiel von Chinas neuer Seidenstrasse

Mit Dr. Remo Reginold

Vom Dienstag, 29. Januar 2019, 17 Uhr

 

Die ganze Welt verfolgt mit Interesse und Faszination, aber auch mit zunehmendem Argwohn, Chinas raschen Aufstieg zur wirtschaftlichen, politischen und militärischen Supermacht. Dafür setzt die Führung des „Reich der Mitte“ auf eine schlaue Kombination von zentralistischer Parteipolitik und kapitalistischer Marktwirtschaft.

 

Das vom chinesischen Präsidenten Xi Jinping 2013 initiierte Seidenstrassen-Projekt (Belt-and-Road-Initiative) ist dabei die wirkungsmächtigste Demonstration chinesischer Machtansprüche.

Machtpolitik Sicherheitspolitik Geopolitik China

Über den Land- und über den Seeweg wollen die Chinesen Asien, Afrika und Europa erschliessen und wirtschaftlich miteinander verbinden. Was bedeutet dies für Europa und für die Schweiz? Soll dieses gigantische Infrastrukturprojekt Handelsnationen näher zusammenbringen oder kommt es zu einer schleichenden Vormachtstellung Chinas in Europa, im Nahen Osten und in Afrika?

Die globalen Ambitionen Chinas sind ein  interessantes Beispiel, wie in der gegenwärtigen Zeit Machtpolitik betrieben wird. Heute sind Infrastrukturen, Diplomatie, Technologien und die Wirtschaft aber auch Desinformations-Kampagnen und Cyber-Operationen wichtige Mittel der Konfliktführung. Sie können bewusst diffuse Bedrohungslagen kreieren und Symbolwirkungen projizieren, um machtpolitische Zielsetzungen zu realisieren.

Auf all diesen Klaviaturen spielt China sehr erfolgreich. In unserem Anlass wird gezeigt wie heute Machtpolitik funktioniert und was das für die globale Ordnung aber auch für die Wirtschafts- und Sicherheitspolitik der Schweiz bedeuten kann.


Mars Kolonisierung Event
Mars Kolonisierung

MARS-KOLONISIERUNG: UTOPISCH ODER VISIONÄR?

Effinger Open Debate

Vom Mittwoch, 28. November 2018

 

Gäste:

- Pierre Brisson, Mars Society Switzerland

- Prof. Dr. Oliver Ullrich, Weltraummedizin, UZH

- Prof. Dr. Kathrin Altwegg, Space Research & Planetary Sciences, UNIBE

- Prof. Dr. Marcel Egli, Weltraummedizin, HSLU

- Renato Krpoun, Leiter Abteilung Raumfahrt SBFI

- Nationalrat Felix Müri für ein Grusswort der WBK

 

Moderation: Urs Vögeli

Live-Visualisierung: Patrick Stahel


Inhalt:

Damit die Menschheit vor sich selbst gerettet werden kann, träumt der Unternehmer und Visionär Elon Musk schon lange von bemannten Flügen auf den Mars und dessen Kolonisierung. Mit seiner Firma SpaceX kommt er dieser Vision mit konkreten Entwicklungen im Bereich Raketentechnologie Stück für Stück näher. Damit haben er und andere Pioniere auch eine neue Ära der Raumfahrt eingeläutet. Die einen loben diese visionären Initiativen, die anderen kritisieren jedoch auch die Ökonomisierung und Privatisierung des Weltraums. Weltraumbergbau, Weltraumtourismus, Raketenrecycling, Minisatelliten und Satellitennetzwerke sind die Stichworte.

Nichtsdestotrotz werden die Mars-Pläne von vielen als Spinnerei von Milliardären abgetan. Zurecht lässt sich fragen, wieso brauchen wir den Planeten Mars? Ist die Mars-Kolonisierung eine Projektionsfläche aus Science-Fiction, Literatur und Kunst, eine Utopie für Nerds oder kann sie Impulse für neues menschliches Zusammenleben (Coworking, Coliving, agile Organisationsformen) aber auch für die wissenschaftliche Forschung und ökonomisch-technologische Entwicklungen liefern? Wie würde man eine Community aufbauen auf dem Mars, was wird Arbeit auf dem Mars bedeuten und wer würde sich überhaupt auf dem Mars niederlassen? Was würde dies physiologisch und psychologisch mit dem Menschen machen? Was für Staats- und Demokratieformen braucht es unter solchen Verhältnissen und wie kann eine Geopolitik definiert werden, die sich jenseits der Erde abspielt?

Fragen über Fragen, die in unserer Open Debate vielschichtig, kontrovers und inspirierend diskutiert wurden.